Archiv der Kategorie: Erwachsenenbildung

Tagung für Rechtsinformatik: IRIS 2012 in Salzburg

(jm)
Die Universitäten Wien und Salzburg laden im kommenden Jahr zum 15. Mal zum Internationalen Rechtsinformatik-Symposion (IRIS). Die Tagung »IRIS 2012« findet vom 23. bis 25. Februar 2012 in der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Salzburg statt und steht unter dem Thema »Transformation juristischer Sprachen«. Die Teilnahme ist kostenlos.

Nach Angaben der Veranstalter liegt der Schwerpunkt der Tagung »im Informationsaustausch der führenden österreichischen, aber auch internationalen Rechtsinformatiker/-innen über die rechtsdogmatischen, technischen, wirtschaftlichen, sozialen und philosophischen Fragestellungen des Rechts in der Wissensgesellschaft«.

Damit gewinnt das IRIS 2012 hohe Bedeutung auch für die Weiterentwicklung der Technischen Dokumentation, wie der Einladungstext aufzeigt:

Das Recht hat heute noch vornehmlich eine sprachliche Repräsentation und es wird insbesondere mit Sprache kommuniziert. Dies ändert sich und die Repräsentation wird zunehmend vielschichtig, und zwar sowohl in Bezug auf die Form (Textkorpus als Rechtsinformationssystem, Amtshelfer, Formalisierungen, Strukturen, Bilder, Grafiken, Eingabeformulare etc.) als auch das jeweils anwendbare Rechtssystem (Völkerrecht, EU-Recht, innerstaatliches Recht usw.). Eine sprachliche Transformation erfolgt auch bei der Konkretisierung der generellen Norm durch die Praxis und die Gerichte. Die Multilingualität des EU-Rechts bedingt eine Transformation zwischen den Amtssprachen, wobei zunehmend IT-Unterstützung eingesetzt wird. Das Recht wird vielschichtig und multisensorisch: Zur Sprache mit deren verschiedenen Sprachschichten kommen neben Bildern, Videos, Grafiken etc. auch semantische, d.h. automatisiert verarbeitbare Versionen (Rechtsontologien, logische Strukturen etc.). Diese Vielfalt ermöglicht es, alle Bevölkerungsgruppen anzusprechen und semantisches Verarbeiten der Inhalte zu unterstützen.

Ziel des IRIS 2012 ist es, so die Veranstalter, diese Entwicklung zur vielschichtigen Repräsentation und Kommunikation des Rechts aufzuzeigen und zweckmäßige praktische Lösungen zu finden. Das IRIS gilt mittlerweile als bedeutendste wissenschaftliche Tagung auf dem Gebiet der Rechtsinformatik in Österreich und Mitteleuropa.

Quelle Grafik: IRIS

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ZBW EconDesk: Kostenfreier Recherchedienst zu Wirtschaftsthemen

(jm)

Einen schnellen und kostenfreien Service bei der Recherche zu Wirtschaftsthemen bietet der Informationsdienst »EconDesk« der Deutschen Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften, Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft (ZBW). Per E-Mail, Chat, Telefon oder vor Ort in Kiel und Hamburg liefert der Dienst spätestens innerhalb von zwei Tagen Kurzauskünfte zu wirtschaftlichen und wirtschaftswissenschaftlichen Fragestellungen.

Bei Recherchen größeren Umfangs oder spezielleren Anfragen, die nicht mit Hilfe der ZBW-eigenen Datenbanken und Nachschlagewerke beantwortet werden können, erfährt man Hilfe in Form von Literaturhinweisen oder Informationen zu Datenbanken, die bei der weiteren Eigenrecherche nützlich sein können.

Zu den lieferbaren Informationen gehören vor allem:

  • Statistische Daten,
  • Firmen- / Institutioneninformationen,
  • Personeninformationen,
  • Länderinformationen,
  • Definitionen von Fachbegriffen,
  • Übersetzungen englischer Fachbegriffe,
  • Auflösungen von Abkürzungen,
  • Allgemeine Informationen aus Lexika, sowie
  • Zitatüberprüfungen.

Selbstverständlich ersetzt auch ein Dienst wie EconDesk – weder für Journalisten noch für andere Berufs- und Nutzergruppen – nicht die immer wichtiger werdenden Selbstorganisationsdispositionen in Form von »reflexiven« Informations-, Orientierungs-, Sinngebungs- und Medienkompetenzen …

Weitere Informationen erhalten Sie als FAQs hier. Mein Tipp: Probieren Sie es einfach mal aus.

Logo: ZBW

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3sat hitec: »Regional statt global«

(jm)
»Regional statt global – Innovationen verändern die Globalisierung« lautete der Titel der aktuellen 3sat-Sendung »hitec« vorgestern am 31.10.2011. Im Ankündigungstext heißt es: »Die Ökonomie der Globalisierung ändert sich rapide. Grund dafür sind technische, klimatische und finanzielle Umwälzungen. Selbst in Schwellenländern steigen die Energie-, Transport- und Arbeitskosten ständig. Mancher deutsche Hersteller von Industrie- oder Konsumgütern ist bei der Suche nach immer günstigeren Produktionsbedingungen einmal um den Globus gewandert – um am Ende wieder zu Hause anzukommen, weil die Transportwege und damit die Lieferzeiten zu lang, die Qualität zu unbeständig und die Betriebsabläufe zu kompliziert waren.«

In der Sendung wurden ausgewählte unternehmerische Problemstellungen vorgestellt, beispielsweise:

  • Müssen Shrimps unbedingt aus Thailand eingeflogen werden – kann man die nicht auch mit dem richtigen Know-how auf einem Bauernhof in Deutschland züchten?
  • Dürfen Hotels, die ihre Gäste zu sparsamem Handtuchverbrauch anhalten, ihre Wäsche nach Polen zum Waschen fahren? Wie lässt sich das mit dem sog. »Klimawandel« vereinbaren?
  • Müssen technische Bauteile unbedingt immer in Großserienfertigung in sog. »Billiglohnländern« hergestellt werden, oder sind nicht auch komparative Fertigungs- und Kostenvorteile mit 3D-Druckern in Deutschland möglich?
  • Müssen Obst und Fisch unbedingt immer Hunderte von Kilometern herantransportiert werden, oder können nicht auch alte Fabrikhallen vor Ort als sog. »Kombi-Dachfarmen« genutzt werden? –

Nach Jahrzehnten des »Offshorings« erlebt die regionale Wertschätzung gegenwärtig eine Renaissance:

Besonders im deutschen Mittelstand steigt die Zahl der Globalisierungsgegner. Bei vielen Unternehmen reift die Erkenntnis: In Deutschland lässt es sich besser produzieren. Der Schweißraupenhersteller Vietz aus Hannover hat China den Rücken gekehrt. Varta Consumer Batterien ebenso. Auch der Teddyproduzent Steiff lässt nicht mehr in Asien produzieren. Seit geraumer Zeit werden im Jahr etwa 500 Firmen des verarbeitenden Gewerbes gezählt, die wieder zurück in die deutschen Lande kommen. […]

Die Rahmenbedingungen der Globalisierung ändern sich. Neue Technologien schaffen neue Produktionsmöglichkeiten. Es klingt banal und ist trotzdem zentral: Bildung, Forschung und Entwicklung sorgen für Innovationen und Arbeitsplätze in den Regionen. Mit Wissensvorsprung und technologischer Weiterentwicklung erkämpfen sich Regionen innerhalb der globalen Wirtschaft Wettbewerbsvorteile. […]

Gleichzeitig räumt die neue Technik mit dem klassischen Dogma des Industriezeitalters auf, das darauf abzielt, nach nur einem Muster möglichst viele identische Bauteile an einem Ort herzustellen. Lasersintern erlaubt es, in einem Fertigungsprozess viele Varianten zu fertigen. Und das an jedem Ort, an dem ein solch vergleichsweise kleiner 3D-Drucker steht. Weder große Stückzahlen noch billige Arbeitskräfte im Ausland sind mehr notwendig, um Produkte rentabel zu produzieren. Kundenwünsche können von den Unternehmen sofort und individuell umgesetzt werden. An jedem Ort der Welt. Lokale Produktion bekommt so eine ganz neue Bedeutung. […]

Was uns bleibt ist Menschen auszubilden, die in der Lage sind, hochwertige Produkte herzustellen und sie darin fördern, neue Ideen zu entwickeln. Und da gibt es noch viel zu tun (…).

Dem ist kaum etwas hinzuzufügen. Den Wert des Lokalen und Regionalen betone ich seit Jahren. Schön, dass nun auch das öffentlich-rechtliche Fernsehen darauf aufmerksam geworden ist – wenn auch nur in einer winzigen Programmnische. In der 3sat-Mediathek ist das 29-minütige Video zur Sendung derzeit hier noch verfügbar. Sehen Sie selbst.

Ergänzend hierzu der Artikel: »Wissensstandort« Deutschland (02.02.2009)

Und aktuell zur erneuten sog. »Bankenkrise«: Kein Gammesfelder (11.02.2009), sowie: Öfter mal Lineal statt Millionenpaket (22.02.2009)

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BDZV-Studie: Hohes Interesse an Print-Online-Kombiangeboten

(jm)

(BDZV) Mehr als 80 Prozent der Nutzer von Tablet-PCs sind an einem Kombiangebot von gedruckter Ausgabe und App der Zeitung interessiert. Das ist ein Ergebnis einer Studie des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) in Kooperation mit dpa-infocom, einer Tochterfirma der dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH. Die Untersuchung wurde am 5. Oktober 2011 bei der Fachkonferenz »Zeitungen machen mobil – E-Publishing, Apps und mobiles Internet« in Berlin vorgestellt. Für die Studie wurden auf den Websites der acht beteiligten Verlage 3.290 Personen im Verbreitungsgebiet befragt.

Zeitungs-Apps gehören für iPad-Nutzer zu den Favoriten: 52 Prozent  nutzen derartige Anwendungen täglich oder fast täglich. Und auch bei den zukünftigen Tablet-Besitzern stehen Zeitungs-Apps hoch im Kurs. 64 Prozent geben an, sich sehr für diese zu interessieren. Keine andere App-Kategorie erhält soviel Zuspruch. Weiteres Ergebnis der Untersuchung: Zeitungs-Apps werden eher als Ergänzung denn als Alternative zur gedruckten Zeitung gesehen (55 Prozent bestätigen diese Aussage).

»Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass Nutzer ein großes Interesse an qualitativ hochwertigen Zeitungsangeboten auf den mobilen Endgeräten haben«, unterstreicht Hans-Joachim Fuhrmann, Mitglied der BDZV-Geschäftsleitung. Und für diese Angebote seien sie auch bereit, Geld auszugeben, im Schnitt acht bis neun Euro im Monat. Fast jeder zweite iPhone-Besitzer gab an, für journalistische Inhalte auf seinem Gerät zu bezahlen. Bei den iPad-Besitzern liegt die Bereitschaft noch deutlich höher (81 Prozent). »Hier wächst ein neuer attraktiver Markt für Verlage heran. Zeitungen sind gut beraten, sich zu positionieren und Erfahrungen zu sammeln«, betont Meinolf Ellers, Geschäftsführer der dpa-infocom. Darüber hinaus zeigte die Studie, dass Nutzer anderer Endgeräte (zum Beispiel mit Android-Betriebssystem) generell weniger bereit seien, für Apps zu bezahlen. Die Zahlungsbereitschaft liegt dort bei den Smartphone-Besitzern bei 32 Prozent und den Tablet-Besitzern bei 46 Prozent.

An der Untersuchung mitgewirkt haben: Axel Springer, Berlin; Verlagsgruppe Rhein Main, Mainz; Nordkurier, Neubrandenburg; Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag, Flensburg; General-Anzeiger, Bonn; WAZ-Mediengruppe, Essen; Rheinische Post, Düsseldorf;  und Schwäbische Zeitung, Leutkirch. Die Tablet-Nutzerstudie wurde im Zeitraum von Ende Juni bis Anfang September 2011 von der Berliner Marktforschungsagentur F&B durchgeführt.

Foto: BDZV

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VHS Herford: »Wissensbissen«

(jm)
Die Volkshochschule im Kreis Herford ist vor kurzem mit dem Screencast-Programm »Wissensbissen« online gegangen. Für eine Volkshochschule sind das recht neue Wege: die liebevoll selbstproduzierten Video-Informationshäppchen gibt es nicht nur online auf der eigenen Website, sondern beispielsweise auch auf Youtube oder in Apples iTunes-Store – und erfreuen sich nach Auskunft der VHS Herford größter Beliebtheit. Die Nachfrage übersteige deutlich die eigenen Produktionskapazitäten, erläuterte eine Vertreterin der Volkshochschule Herford beiläufig auf der 8. wbv-Fachtagung in Bielefeld; auf das klassische Programm der Volkshochschule wirke sich das innovative Angebot derzeit aber (noch) nicht aus. Beispiel: der Beitrag »Bildersuche mal anders«:

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