Ein richtiger »Chairman« macht es vor …

(jm)
Die amerikanische Journalistin Connie Chung wollte es 1994 in einem TV-Interview mit Microsoft-Chairman Bill Gates ganz genau wissen: ob denn das Gerücht tatsächlich stimme, dass dieser aus dem Stand über einen Stuhl springen könne. Das hänge ganz von der Größe des Stuhls ab, erwiderte Gates – und demonstrierte nach kurzem Kennerblick sein Sprungkönnen ohne Anlauf, »direkt aus dem Stand«. Und gerade bei einem Softwareexperten sei betont: ganz ohne vorherige softwarebasierte Messung und Algorithmisierung von Stuhlhöhen und Sprungkurven etc.

In der konkreten Situation zeigt sich so das implizite Wissen und »situative Gestaltsehen« eines Könners, welches durch keinen Explikationsvorgang vollständig regelbasiert wiedergegeben werden kann (auch durch kein SECI-Modell) – und am wenigsten wohl vom Könner oder Experten selbst. Das Wissen bleibt nonverbal und erweist sich erfahrungsmusterbasiert-kontextual im Können und in Kompetenzen.

So sieht es aus, wenn vor laufender Kamera der Erweis des Könnens im direkten situationsabhängigen Vormachen geschieht:
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Ein Gerücht stimmt allerdings nicht: dass man Bill Gates nur deswegen bei Microsoft den »Chair-Man« nennt …
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Ein Kommentar

Eingeordnet unter Allgemeines / Tipps, Expertenpositionierung, Kompetenzmanagement

Eine Antwort zu “Ein richtiger »Chairman« macht es vor …

  1. Super Post. Habe einige gute Denkanstoesse bekommen. Freue mich schon auf weitere Posts zum Thema.

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