Neue Dissertation zum Konzept der »Multiplen Kompetenz« erschienen

(jm)

Selbstständig sein als international gefragter Experte für neue Lerntechnologien, Innovationsmanagement, Wissens- und Kompetenzmanagement – und nebenbei noch berufsbegleitend promovieren? Geht nicht, meinen Sie? Geht doch! Beispielsweise beim »Promotionskolleg Wandlungsprozesse« der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Wie es geht und welche Herausforderungen dabei zu meistern waren, erläutert der bekannte Innovations-, Bildungs- und Kompetenzforscher Dr. Robert Freund in einem Praxisbericht des SDI München. Sein mit Spannung erwartetes Dissertationsprojekt »Das Konzept der Multiplen Kompetenz auf den Analyseebenen Individuum, Gruppe, Organisation und Netzwerk« ist nun als Band 6 der Schriftenreihe »Wandlungsprozesse in Industrie- und Dienstleistungsberufen und moderne Lernwelten« des Graduiertenkollegs der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg erschienen.

Der Verlag Dr. Kovac schreibt über das Werk:

Der Strukturbruch zwischen der ersten und zweiten Moderne (Reflexive Modernisierung) zeichnet sich durch Kontingenzzuwachs, nicht-intendierte Nebenfolgen und einer Krise der Rationalitätsunterstellungen aus. Die Auswirkungen wie Flexibilisierung, Entgrenzung und Subjektivierung von Arbeit sind dabei wesentliche Bausteine neuer Strategien zur Bewältigung von Unbestimmtheit. Modernisierung stellt sich in diesem Zusammenhang als Umgang mit Entscheidungen unter vielfältigen Ungewiss­heits­bedingungen dar, und wird somit zum Handlungsproblem auf allen Ebenen (Individuum, Gruppe, Organisation, Netzwerk). Es geht dabei nicht darum, Ungewissheit zu beherrschen oder zu verdrängen, sondern Ungewissheit zu akzeptieren und zu lernen, in allen Bereichen damit umzugehen.

Die Bewältigung solch realer Arbeitssituationen ist entscheidendes Kriterium eines modernen Kompetenzbegriffs. So verstandene Kompe­tenzen sind dann auch entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit von Organisationen, die vor der Frage stehen, wie der Umgang mit Unbestimmtheit auf allen Ebenen (Individuum, Gruppe, Organisation und Netzwerk) zielgerichtet bewältigt werden kann.

Das hier vorgestellte Konzept der Multiplen Kompetenz basiert auf dem Systemmodell der Multiplen Intelligenz, berücksichtigt sowohl subjektive Leistungsvoraussetzungen als auch objektive Kompetenzanforderungen und ist dadurch anschlussfähig zu aktuellen Erkenntnissen der Arbeits­situations­analyse. Mit dem Konzept der Multiplen Kompetenz als Emergenzphänomen wird ein Rahmen für ein modernes und ebenen­übergreifendes Kompetenzmanagement aufgezeigt.

Freund, Robert (2011): Das Konzept der Multiplen Kompetenz auf den Analyseebenen Individuum, Gruppe, Organisation und Netzwerk, Hamburg 2011, ISBN 978-3-8300-5720-8, 244 Seiten, 68,00 €. Mein Tipp: unbedingte Kaufempfehlung.

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