Nur ein Marketing-Geschäftsmodell? Oder doch gelegentlich auch mal ein bisschen Journalismus?


(jm)
Die wissenschaftliche Studie »Drucksache „Bild“ – eine Marke und ihre Mägde« [2011] untersuchte im Auftrag der Otto-Brenner-Stiftung die Berichterstattung der „Bild“-Zeitung zur »Euro- und Griechenland-Krise« im Jahr 2010. Das Resümee der Autoren Hans-Jürgen Arlt und Wolfgang Storz lautet: »Die Veröffentlichung „Bild“ nur anhand journalistischer Kriterien zu untersuchen, verfehlt Wesentliches – als ob das Wichtigste an einer Kuh ihr Fell wäre. Denn „Bild“ ist im Kern kein journalistisches Medium. Das schließt zwar ein, dass „Bild“ sich des journalistischen Handwerks bedient, aber wenn, dann nie in der Hauptsache und nie, um Ziele des Journalismus zu verfolgen, sondern nur, wenn es den eigenen Zwecken nützt.«

Die Dokumentation der Studie (Teil 1) ist nun komplett online verfügbar:

  • Die 13-seitige Kurzzusammenfassung der Ergebnisse (PDF) ermöglicht einen ersten, schnellen Überblick.
  • Die 108-seitige Langfassung (PDF) verdeutlicht die Untersuchungsmethodik und die Zusammenführung der Ergebnisse.

Als »Erweiterungen und Vertiefungen« sind sechs Dateien verfügbar, die weitere Einzelaspekte der Untersuchung empirisch dokumentieren:

Die Ergebnisse der „Bild“-Studie bestimmten auch wesentlich den jüngsten MainzerMedienDisput (MMD), der am 17.05.2011 in der Landesvertretung Rheinland-Pfalz in Berlin stattfand. Das Thema lautete dementsprechend: »„Bild“: „Marketing-Maschine“, „Kampagnen-Blatt“ oder „Boulevard-Leitmedium für Journalisten“?«

Der Live-Mitschnitt der Veranstaltung ist hier online verfügbar (Dauer: 103 min.) und kann auch heruntergeladen werden (331 MB). Machen Sie sich selbst ein „Bild“!

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