Konzentration auf das Wesentliche an der entscheidenden Stelle

(jm)

1x1erfolgsstrategieIn wenigen Wochen erscheint in nunmehr 13. Auflage der EKS-Strategieratgeber »Das große 1×1 der Erfolgsstrategie«. Das Besondere an dieser vollständigen Neubearbeitung: Erstmals mit von der Partie im Autorentrio ist Fredmund Malik, in dessen Händen (und Rechtebesitz) seit 2008 die von Prof. h.c. Wolfgang Mewes geschaffene »Engpasskonzentrierte Strategie« (EKS) liegt. Auf seiner Website listet Malik die EKS unter den von ihm empfohlenen »Tools zum Meistern von Komplexität«.

Man darf gespannt sein: Malik gilt weltweit als einer der renommiertesten Vordenker für gutes und richtiges Management in hochkomplexen Umwelten. Nicht von ungefähr nannte schon Peter Drucker ihn »die wichtigste Stimme in Theorie und Praxis des Managements«. Eine 38-seitige Leseprobe des von Grund auf neugestalteten Werkes finden Sie hier; einen mehr als 6-stündigen Live-Mitschnitt des 2008er Malik-EKS-Kongresses als DVD-Set hier.

Gut gefällt mir bei der Leseprobe: Da es bei der EKS – im Unterschied zur klassischen BWL – nicht primär »um die Optimierung von Kapitalvorgängen, sondern um die Optimierung von immateriellen Faktoren, insbesondere von Lernprozessen« (S. 12) geht, zeigen sich bereits in der kurzen Leseprobe vielfältige Anknüpfungspunkte auch zum Ansatz der »Wissensbilanz – Made in Germany«. Darüber hinaus klingen für Kenner bei der Passage »Optimierung von immateriellen Faktoren, insbesondere von Lernprozessen« vielfältige Bezüge zum persönlichen und organisationalen Wissensmanagement mit, da nach Helmut Willke gilt: »Lernen ist der Prozess und Wissen das Ergebnis« [Willke 2007:48].

Damit nicht genug: Für Oktober 2010 (ursprünglich Oktober 2009) ist als Band 3 der sechsbändig angelegten Reihe »Management: Komplexität meistern« eine neue Malik-Monographie zum Thema »Strategie« angekündigt. Der Untertitel »Unternehmensnavigation für stürmische Zeiten« lässt mich auf intensive Bezüge zur turbulenten Gegenwart hoffen. Gespannt bin ich vor allem auf die Übergänge und Verschränkungen zwischen der EKS und dem »malik management system« …

Fragt man nun Unternehmer in der Praxis nach ihrer konkreten unternehmerischen Strategie, öffnet sich ein weites Spektrum von Reaktionen: »Unsere Strategie teile ich nicht einmal meinen engsten Mitarbeitern mit«, geheimnissen die einen; »Unsere Strategie ist überall nachlesbar«, überschätzen sich hingegen die anderen – da mittlerweile fast jede Form von irgendwie geplantem Vorgehen inflationär zur »Strategie« hochgeschraubt wird.

»Strategie« im Sinne der EKS hingegen bedeutet, systematisch zum größeren Nutzen Ihrer Kunden (aus Kundensicht gesehen!) das »Brennglasprinzip« anzuwenden: Konzentrieren Sie Ihre Kräfte konsequent auf das jeweils Wesentliche an der entscheidenden Stelle (S. 5). – Eine fundierte Strategie ist daher im Wirtschaftsleben vor allem eines: sie ist relativ selten

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Eingeordnet unter Strategieforschung, Wissensbilanz - Made in Germany, Wissensmanagement

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